Von Kapstadt nach Dar es Salaam – so läuft’s

Die Campingtour geht von Kapstadt bis nach Dar es Salaam, der größten Stadt in Tansania. Dabei fahren wir durch Südafrika, Namibia, Botswana, Simbabwe (Victoriafälle), Sambia, Malawi und Tansania.

Alles ist von Nomad Tours komplett durchorganisiert. Wir sind 20 Touristen, zum großen Teil aus Deutschland, auch Belgien und Niederlande. Die Reisedauer ist unterschiedlich, die meisten steigen bei den Victoriafällen aus, manche fahren noch weiter als ich, bis nach Nairobi.

Unsere beiden Führer, Norman und Xavius aus Simbabwe, machen ihren Job schon seit Jahren und sind weltklasse! Norman kocht, erklärt uns das Organisatorische und erzählt Geschichten zu den Zielen. Er hat auch sehr interessante Ansichten zur politischen Lage im südlichen Afrika. Xavius fährt den Bus bzw. Truck, der Luther heißt, und den wir auch nur so nennen dürfen.

Diese Busse werden von Nomad nur für solche Touren hergestellt. Die Sitzplätze sind bequem und die Fenster sind groß. Aus Luther heraus beobachten wir auch die Tiere in den Nationalparks. Im hinteren Teil hat jeder Teilnehmer ein relativ großes, abschließbares Fach fürs Gepäck. Im unteren Teil ist alles verstaut, was wir brauchen: Zelte, Matratzen (ca. 5 Zentimeter dick, erstaunlich bequem), Stühle, Lebensmittel, Gasherd und Geschirr.

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Bis auf wenige Ausnahmen übernachten wir auf Campingplätzen. Diese sind sehr gut ausgestattet, oft mit einem Pool, einem kleinen Geschäft und relativ sauberen sanitären Anlagen. Wenn wir abends ankommen, bauen wir als erstes die Zelte auf, was nur ca. fünf Minuten dauert. Manchmal kommt der Strom nur aus dem Generator, so dass es nachts stockdunkel ist und man nur mit der Taschenlampe die Toilette findet.

Frühstück, Mittagessen und Abendessen bereitet Norman mit der beschriebenen Ausrüstung zu, weitere Küchenarbeiten werden von uns allen erledigt. Das Essen ist hervorragend! Viele Teilnehmer sagen, dass sie hier besser und gesünder essen als zu Hause. Jeden Tag übernehmen zwei Leute den Spüldienst (das ist eingeteilt), beim Kochen ist das Mithelfen freiwillig. Alles klappt sehr gut, alle Teilnehmer sind motiviert, helfen sich gegenseitig. Es sind ganz unterschiedliche Leute, aber alle verbindet die Lust am Reisen. Es gibt vieles von anderen Reisen zu erzählen.

Wir fahren mit wengen Ausnahmen jeden Tag weiter zu einem anderen Ort. Ziele sind entweder auf dem Weg, so dass wir dafür anhalten, oder ganz in der Nähe des nächsten Campingplatzes, so dass die Besichtigungen am späten Nachmittag oder morgens stattfinden. Wenn wir morgens direkt weiterfahren, müssen wir auch schonmal um 5:30 Uhr aufstehen, einmal sogar um 4:30 Uhr für einen Sonnenaufgang. Aber auf so einer Reise geht man gerne früh ins Bett, um jeden Tag fit zu sein.

Regelmäßig fahren wir größere Supermärkte an, um Lebensmittel und Wasser nachzukaufen. Manchmal fahren wir nur drei oder vier Stunden, und manchmal fahren wir zehn Stunden an einem Tag. Trotz der Hitze lässt es sich gut im Bus aushalten, Fenster zu öffnen reicht völlig als Klimaanlage. Aus dem Fenster zu schauen, wie sich die Landschaft ändert, wie die Schilder aussehen, welche Tiere rumrennen, ist alles sehr interessant. In kleinen Dörfer können wir manchmal in die Geschäfte gehen. Man kann sich im Bus aber auch ganz gemütlich unterhalten, Bilder sortieren, Lesen, Postkarten schreiben, usw. Fast die ganze Zeit dudelt afrikanische Musik aus einer kleinen Anlage.

Natürlich hat es auch Nachteile, dass alles durchorganisiert ist. Morgens geht es mir meist etwas zu schnell – Zelt abbauen, frühstücken, einräumen, Gepäck für den Tag richten. Wenn man selbst eine Reise organisiert, lernt man die Länder auch anders kennen. Aber in den komplizierten Ländern Afrikas kann ich auch gerne darauf verzichten und einfach mitfahren. Allein schon hier zu sein, ist fantastisch.

 

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