Denver

Auf dem Weg von Kalifornien nach Südamerika machte ich noch einen kurzen Zwischenstop in Denver, Colorado. Ich hatte vorher viel Gutes über die Stadt gehört und es hat mir auch sehr gut dort gefallen. Eine Amerikanerin meinte sogar, die Region um Denver sei die zweitprogressivste in den USA nach San Francisco. Immerhin.

Denver liegt auf ziemlich genau einer Meile über dem Meeresspiegel auf 1600 Meter und hat (mittlerweile wohl nicht mehr nur) deshalb das Motto „One Mile High“. An 300 Tagen im Jahr scheint die Sonne, die Luft ist sehr gut. Nicht weit sind die Rocky Mountains, es hätte unzählige tolle Ausflugsmöglichkeiten in die Berge gegeben. In der Innenstadt kommt man sehr gut zu Fuß voran, was immer noch etwas besonderes für eine US-Stadt ist. Die 16th Street Mall bildet das Zentrum und erinnert an eine Einkaufsstraße einer deutschen Innenstadt, wobei die Cafes und Restaurants dort um einiges cooler sind als die typischen bei uns zu Hause. Auf der Mall fährt sogar ein kostenloser Bus hin und her. Beeindruckend waren die Hochhäuser, die mich an Melbourne erinnerten. Die Stadtbibliothek ist riesig groß, sieben Stockwerke, und ist ein netter Treffpunkt für alle möglichen Leute. Neben schnellem Internet kann man dort viele Zeitungen und Magazine kostenlos lesen. Es gibt einige Kunstmuseen. Das Capitol, in dem das Parlament von Colorado sitzt und dem Capitol in Washington stark ähnelt, sowie viele andere Bauwerke sind in römisch-republikanischem Stil gehalten.

Ich traf einige äußerst freundliche Leute. Im Bus vom Flughafen in die Stadt sprach mich gleich ein Mann an und fragte mich über meine Reisen aus. In der 80ern war er geschäftlich in Deutschland. Er konnte mir genau sagen, wo ich zum Hostel aussteigen musste. Als ich Mittags in einem Restaurant eine Pizza aß, kam plötzlich die Kellnerin und meinte, ein Mann an der Bar hätte meine Rechnung übernommen. Natürlich setzte ich mich nach dem Essen zu ihm und es stellte sich heraus, dass er von ’85 bis ’92 als Soldat in Deutschland war und am Abend des 9.11.89 Dienst an der Grenze zur DDR bei Hof in Bayern hatte. Er hat eine deutsche Frau und ist Lokführer. In der Bibliothek traf ich eine junge Amerikanerin, die ursprünglich aus Dänemark stammt. Sie wartete auf ihren Mann, der an diesem Tag bei den Behörden stundenlang über seine Geschäfte befragt wurde. Sie war sichtlich nervös und hatte große Lust zu plaudern. Und so vergingen drei schöneTage mit diesen und noch einigen anderen sehr netten Leuten. Insgesamt hat sich mein Bild von den USA stark ins Positive gewandelt.

Der Flieger von San Francisco nach Denver ging früh morgens um 6 Uhr, so dass ich die Nacht vorher am Flughafen verbrachte und ein paar Stunden auf meiner Yogamatte dort schlief. Der Flug von Denver nach Bogota, Kolumbien, ging auch über Nacht. Beim Umsteigen in Fort Lauderdale hatte ich fünf Stunden Zeit und schlief einfach auf dem Boden. Manchmal ist es schon hart. Die folgenden Nächte konnte ich zum Glück jeweils mehr als zwölf Stunden ausschlafen, einmal sogar 14 Stunden! In Südamerika ist es nun endlich wieder günstig, die Hostels, Restaurants und alles andere auch. Da kann man es sich wieder richtig gut gehen lassen.

Mehr wenn ihr mich wiederseht, ihr müsst unbedingt wissen, wie es weitergeht!

Best Videoclip 2014- Lookin‘ Out My Back Door by Creedence Clearwater Revival from BassAwards on Vimeo.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s